kollex Zuckerfrei-Monitor 2026 - Immer weniger Zucker: Wie sich Deutschlands Getränkegeschmack verändert
Immer weniger Zucker: Wie sich Deutschlands Getränkegeschmack verändert
Berlin, 09. September 2026. Wer heute in einer Bar, einem Restaurant oder im Späti ein Getränk bestellt, hat zunehmend eine zuckerfreie Variante zur Auswahl. Das zeigt die Auswertung der digitalen Bestellplattform kollex, über die bundesweit mehr als 20.000 Nutzer:innen aus der Gastronomie, Hotellerie und Einzelhandel bestellen. Der Zuckerfrei-Monitor zeigt: Stehen bei Erfrischungsgetränken „Zero”-, „Light-” oder „ohne Zucker“-Varianten zur Auswahl, bestellen Nutzer:innen 2025 eins von fünf Litern in dieser Ausführung. Wachmacher wie Cola, Energy- sowie Tee- und Mate treiben den Zuckerfrei-Trend an.
Cola & Co führen den Zuckerfrei-Trend an
Besonders stark ist die Nachfrage nach zuckerfreien Varianten beim Vorreiter Cola. Ihr Anteil am Bestellvolumen stieg zwischen 2023 und 2026 um 10 Prozentpunkte (von 28 auf 39 Prozent). Damit ist inzwischen mehr als jeder dritte bestellte Liter Cola zuckerfrei. Auffällig ist, dass Gastronom:innen und Einzelhändler:innen von fast jeder Marke mit Cola im Sortiment auch zuckerreduzierte oder freie Variante für ihre Gäste bestellen. Für Limonaden ist das seltener der Fall: Ihr zuckerfreier Anteil liegt deutlich darunter, aber er steigt auch hier und klettert 2026 auf 2,5 Prozent. Die gleichen Trends zeigen sich bei den Bestellungen von Kneipen & Co, die ihre Cola- und Limo-Getränke selbst mit Sirup mischen.
Übertroffen wird der Anteil zuckerfreier Getränke bei Coca-Cola, Pepsi, afri, Fritz oder Sinalco nur von aromatisiertem Wasser. Während Sprudel und Stilles mit Zitrone-, Limette- oder Grapefruit-Geschmäcker häufig von Haus aus kein Zucker zugesetzt wird, zeigt sich auch hier der Trend zum Zuckerverzicht: Zwei Drittel aller Wasser mit Aroma sind heute zuckerfrei, im Unterschied zu knapp der Hälfte vor nur vier Jahren.
Wachmacher häufiger zuckerfrei
Besonders dynamisch entwickeln sich zudem Getränke mit Wachmacher-Effekt. Teilweise bestellen User:innen Energy-Getränke bereits zu mehr als einem Drittel in der zuckerfreien Variante, etwa von der Marke Monster Energy, während der Anteil in der Gesamtkategorie der Energy- und Isogetränke bei sechs Prozent noch vergleichsweise gering ausfällt.
Auch kleinere Kategorien holen auf: Bei Mate wächst der Anteil zuckerfreier Produkte von weniger als einem halben Prozent im Jahr 2022 auf fast vier Prozent im Jahr 2026. Innerhalb von vier Jahren hat Mate damit Limonaden überholt. Mio, Voelkel BioZisch oder Club-Mate bieten heute alle eine Zero- oder Light-Variante an. Mate und Eistee starteten auf niedrigem Niveau, verzeichnen jedoch hohe relative Wachstumsraten.
Mehr Wahlmöglichkeiten für Gäste
Gäste in der Hotellerie, Gastronomie und im Einzelhandel achten damit zunehmend auf ihren Zuckerkonsum, ohne auf Geschmack oder den gewünschten Wachmacher-Effekt verzichten zu wollen. „Wer Erfrischungsgetränke bestellt, greift immer häufiger zu Produkten mit weniger Zucker – oft in Kombination mit Koffein. Für die Gäste bedeutet das vor allem mehr Wahlmöglichkeiten“, analysiert Stefan Kellner, Geschäftsführer von kollex und Herausgeber des Zuckerfrei-Monitors.
Fazit: Zukunft mit weniger Zucker
Der Zuckerfrei-Monitor 2026 zeigt, dass sich der Getränkekonsum in Deutschland verändert. Zuckerfreie Getränke sind vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil des Sortiments geworden. Besonders bei aromatisiertem Wasser sowie koffeinhaltigen Getränken wie Cola, Energy, Mate und Eistee wächst die Nachfrage nach Zero-Produkten deutlich. Gleichzeitig erweitert die Getränkeindustrie ihr Angebot kontinuierlich und schafft Gästen immer mehr Möglichkeiten, sich bewusst für weniger Zucker zu entscheiden. Der Trend macht deutlich: Wer heute Erfrischungsgetränke bestellt, erwartet zunehmend Auswahl – und dazu gehören zuckerfreie Alternativen inzwischen selbstverständlich dazu.
Über den Zuckerfrei-Monitor
Der Zuckerfrei-Monitor basiert auf der Analyse der Bestellungen (2022-2026) von Erfrischungsgetränken mit 0,0 oder mehr Prozent Zuckergehalt. Über kollex bieten deutschlandweit 175 Getränke- und Lebensmittelfachgroßhändler ihre Produkte mehr als 20.000 Nutzer:innen aus der Gastronomie an.
Über kollex: Die Lösung aus der Branche für die Branche
kollex bringt Ordnung in digitale Bestellprozesse. Als führende Plattform vernetzt kollex Gastronom:innen und Fachgroßhändler auf digitalem Weg. So können auch kleine und mittlere Unternehmen ihre Abläufe standardisieren – das reduziert Fehler, Rückfragen und schafft Kapazitäten. Damit auch im Zeitalter der Globalisierung ein breit gefächertes Angebot erhalten bleibt. Das Berliner Software-Unternehmen konnte seit dem Launch im Sommer 2019 bereits über 175 Fachgroßhändler anbinden und mehr als 20.000 Nutzer:innen für die Bestellung via mobile App oder Webshop gewinnen.
kollex ist ein Joint Venture der Bitburger Braugruppe GmbH, der CHEFS CULINAR GmbH & Co. KG, der Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH, der Krombacher Brauerei Bernhard Schadeberg GmbH & Co. KG und der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien GmbH.